Düren, zwischen Köln und Aachen · Anruf 1 von 5
Digamatic hat, was ein Privatkunde sucht: 30 Jahre, einen Laden vor Ort, 4,9 Sterne. Die Website zeigt nichts davon. Wer Herrn Schmitz nicht kennt, findet eine Seite mit Programmcode über dem Logo und drei leeren Versprechen.
Dein Ziel ist nicht, dass er die Fehler versteht. Dein Ziel ist, dass er am Ende selbst sagt: So kann die Seite nicht bleiben. Dann fragst du nach 20 Minuten mit Robin. Über eine neue Seite, nicht über Flicken.
Alles davon kann er selbst am Bildschirm sehen, während du am Telefon bist. Geprüft am 09.09.2026 am Rechner und am Handy.
Ganz oben links steht auf jeder Seite das Wort „encodedScript:“. Das ist ein Stück Code, das aus der Seite herausguckt. Am Handy die erste Zeile überhaupt.
Der allererste Eindruck sieht nach Fehler aus. Für jemanden, der 30 Jahre Sorgfalt verkauft.
Die Überschrift steht auf der Startseite und auf der Alarmanlagen-Seite. Darunter: kein Satz, kein Name, kein Stern. Die Bewertungen sind da (4,9 bei Google), werden aber nicht angezeigt.
Genau an der Stelle, wo Vertrauen entstehen soll, steht Leere.
Weiter unten auf der Startseite. Überschrift, dann kommt schon der nächste Abschnitt.
Zweites leeres Versprechen auf einer Seite.
Auf der Seite „Über uns“, unter der Leistungsliste. Überschrift, Linie, nichts.
Drittes leeres Versprechen. Das Muster ist jetzt nicht mehr Zufall, das sieht auch ein Laie.
Nirgends steht, was eine Anlage ungefähr kostet, nicht mal „ab“. Das Kontaktformular verlangt dafür Straße und Hausnummer als Pflichtfeld, bevor man überhaupt fragen darf.
Wer abends am Handy vergleicht, geht dahin, wo eine Zahl steht. Auf seiner Seite steht keine, und die erste Frage kostet den Kunden erst mal seine Adresse.
Kein Abo, eigene Anlage statt Mietvertrag, Laden vor Ort: das sind vermutlich seine Vorteile gegen die Fernseh-Anbieter, in Frage 4 sagt er dir, welche. Auf der Seite steht keiner davon, das ist der geprüfte Teil.
Sein bestes Argument sagt er nur denen, die schon angerufen haben.
Fuß „© 2022“. Unterseiten zuletzt 2021 und 2022 geändert. Auf der Startseite stehen Tippfehler wie „stehts“ und „Entspannnung“.
Die Seite ist kein Werkzeug mehr, sie steht nur noch rum.
Wenn er sagt „das lasse ich eben reparieren“, hast du drei Antworten. Sie sind alle wahr.
Du erklärst ihm die Seite nicht. Du stellst Fragen, und zu jeder Antwort hast du einen Fakt in der Hand. Er soll selbst dort ankommen. Reihenfolge einhalten, Worte sind deine.
Wie kommen bei Ihnen die Privatkunden rein, über die Website oder über Empfehlung?
Das fragt kein Agenturmensch, das fragt einer aus der Branche. Und seine Antwort ist für Robin Gold, egal wie der Anruf ausgeht.
Wenn jemand in Düren abends „Alarmanlage Düren“ googelt und Sie noch nie gesehen hat: Was sieht der als Erstes?
Ihn hinschauen lassen ersetzt jede Erklärung. Nichts bewerten, nur die Stelle nennen, dann still sein.
Was macht der Kunde, wenn er wissen will, was so eine Anlage ungefähr kostet?
„Kann man pauschal nicht sagen“ stimmt fachlich. Trotzdem braucht der Kunde eine Größenordnung oder ein Beispiel, sonst klickt er weiter. Das kannst du sagen, ohne selbst einen Preis zu nennen.
Wenn einer die Verisure-Werbung gesehen hat: Warum soll der lieber zu Ihnen kommen?
Hier redet er über sein Geschäft, nicht über Technik. Lass ihn reden, das ist der Moment, in dem er sich selbst überzeugt.
Sie haben 4,9 Sterne bei Google. Wo sieht man die auf Ihrer Seite?
Mit den 4,9 Sternen lobst du ihn und zeigst den Fehler im selben Satz. Das ist die freundlichste Sprosse der Leiter.
Wollen wir uns das mit Robin 20 Minuten am Bildschirm anschauen?
| Er sagt | Was du sagen kannst |
|---|---|
| „Wir haben genug zu tun.“ | „Glaub ich sofort, im Gewerbe. Ich frage nach den Privatkunden, weil da in der Branche gerade die Luft ist. Und die suchen abends am Handy, nicht über Ausschreibung.“ |
| „Wir haben jemanden für die Seite.“ | „Dann hat der seit 2022 nichts mehr angefasst, das steht unten im Fuß. Robin würde auch nicht flicken, sondern neu bauen. Das ist ein anderes Gespräch, und dafür sind die 20 Minuten.“ |
| „Das sehe ich bei mir nicht.“ | „Ganz oben, linke Ecke, über dem Logo, kleine graue Schrift: encodedScript mit Doppelpunkt. Am Handy ist es die allererste Zeile.“ |
| „Was kostet das?“ | „Kann ich Ihnen ehrlich nicht sagen, das hängt davon ab, was Sie brauchen. Vierstellig, je nach Umfang. Genau dafür ist der Termin, danach wissen Sie es.“ Keine Zahl, kein „ab“. |
| „Schicken Sie mir mal was.“ | „Mache ich gern, an welche Adresse?“ Und sofort: „Wollen wir trotzdem schon 20 Minuten festhalten? Wenn die Mail nichts für Sie ist, sagen Sie einfach ab.“ |
| „Kein Interesse.“ | Nicht argumentieren. „Alles klar, dann will ich Sie nicht aufhalten. Darf ich mich in einem halben Jahr nochmal melden, oder lieber nicht?“ Antwort notieren, danke, guten Tag. |